
Berechnung Solarthermie
Die präzise Auslegung und Berechnung von solarthermischen Anlagen ist ein zentraler Baustein für effiziente Wärmeversorgungskonzepte in Gebäuden und Quartieren. Dabei spielen Kollektortyp und -fläche, die hydraulische Einbindung, die erforderliche Vorlauftemperatur sowie die Dimensionierung des Pufferspeichers eine entscheidende Rolle. In Projekten mit größeren Leistungen – etwa in Mehrfamilienhäusern, Schulen, Gewerbe- und Industriebetrieben sowie in Nah- und Fernwärmenetzen – lassen sich durch die dynamische Simulation des Gesamtsystems erhebliche Betriebskosteneinsparungen realisieren. Auf dieser Basis werden Kollektorfelder und Speicher standortspezifisch auf Bedarf und Erzeugung abgestimmt, Deckungsgrade realistisch bewertet und Überhitzungsrisiken vermieden. Gleichzeitig reduziert die variantengestützte Planung Planungsrisiken und ermöglicht belastbare Entscheidungen zu Wirtschaftlichkeit, CO₂-Einsparung und Regelstrategie.

Wo wird Solarthermie eingesetzt?
Solarthermie kommt in unterschiedlichsten Anwendungen zum Einsatz und spielt eine Schlüsselrolle bei der nachhaltigen Wärmeversorgung. Typische Einsatzbereiche sind die Trinkwassererwärmung in Wohn- und Zweckbauten, die Heizungsunterstützung bei Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie Wärmelieferungen für Schwimmbäder, Hotels oder Gewerbebetriebe. Besonders in Nahwärmenetzen und bei Solarthermie-Grossanlagen wird das hohe Potenzial zur CO₂-Einsparung und Kostensenkung genutzt. Auch Prozesswärme in Industrieunternehmen wird zunehmend über solarthermische Anlagen bereitgestellt, um fossile Energieträger zu ersetzen.
Berechnung Solarthermie-Anlagen
Um eine effiziente, wirtschaftliche und langlebige Anlage zu realisieren, ist die Berechnung des nutzbaren Solarthermieertrags von entscheidender Bedeutung. Dabei sind relevante Aspekte wie Sonneneinstrahlung, Orientierung, Kollektortyp und Anwendung – beispielsweise Heizungsunterstützung oder Erdsondenregeneration – zu berücksichtigen, um korrekt dimensionierte Anlagen zu planen. Fehler in Planung oder Auslegung führen zu energetischen und finanziellen Verlusten sowie unzureichender Systemleistung. Eine professionelle Software wie Polysun bezieht lokale Klimadaten, variierende Nutzungsprofile und spezifische Gebäudeeigenschaften ein – so werden realistische Ertragsprognosen und eine sichere Dimensionierung möglich.

Warum verwenden Kunden Polysun zur Berechnung von solarthermischen Anlagen?

Simulation von Solarthermie-Anlagen mit Kollektoren und Pufferspeicher
Für eine realitätsnahe Simulation von solarthermischen Anlagen (Solarthermieanlagen) müssen zahlreiche variable Einflüsse berücksichtigt werden – etwa die tages- und jahreszeitlich schwankende Solarstrahlung, der daraus resultierende Solarthermieertrag, das Lade- und Entladeverhalten des Pufferspeichers sowie die Abstimmung mit dem gesamten Heizsystem. Polysun ermöglicht die detaillierte Abbildung und Berechnung sowohl einzelner Kollektoren als auch großer Kollektorfelder und bietet dabei umfassende Funktionen zur Simulation verschiedener Speicherlösungen und Varianten mit unterschiedlichen Vorlauftemperaturen. Darüber hinaus können in Polysun auch hybride Energiesysteme präzise modelliert werden – beispielsweise die Kombination von Solarthermie mit Wärmepumpen, Gas-Brennwertgeräten oder Fernwärmeanschlüssen. So lässt sich das Zusammenspiel aller Wärmeerzeuger realitätsgetreu abbilden und optimieren. Das schafft eine fundierte Grundlage für die Planung von Überhitzungsschutz, den effizienten Sommerbetrieb und die Auslegung förderfähiger Gesamtsysteme.
FAQ
Wie erfolgt die Berechnung einer solarthermischen Anlage?
Die Berechnung basiert auf der standortspezifischen Solarstrahlung, dem Nutzungsprofil, der gewünschten Vorlauftemperatur und der hydraulischen Einbindung. Mit einer Simulationssoftware wie Polysun können Kollektorflächen, Speichergrößen und Ertragsprognosen präzise ermittelt und auf reale Betriebsbedingungen abgestimmt werden.
Welche Faktoren beeinflussen den Ertrag einer solarthermischen Anlage?
Der Ertrag Solarthermie hängt von der Kollektorfläche, der Ausrichtung, der Vorlauftemperatur, den Klimadaten sowie der Speicher- und Regelstrategie ab. Auch die hydraulische Einbindung und das Lastprofil des Gebäudes haben großen Einfluss auf die nutzbare Wärmeausbeute.
Welche Vorlauftemperatur ist für eine solarthermische Anlage optimal?
Je niedriger die erforderliche Solarthermie-Vorlauftemperatur, desto höher der Wirkungsgrad. Systeme mit Flächenheizungen oder Niedertemperaturnetzen (35–55 °C) nutzen Solarenergie besonders effizient. Für Prozesswärme sind höhere Temperaturen nötig, was bei der Planung berücksichtigt werden muss.
Wie lässt sich die Wirtschaftlichkeit einer solarthermischen Anlage bewerten?
Entscheidend sind die Jahresenergieerträge, die Investitions- und Betriebskosten sowie die Einsparung fossiler Brennstoffe. Eine dynamische Simulation erlaubt realistische Prognosen zu Deckungsgrad, CO₂-Reduktion und Amortisationszeit. Förderfähige Varianten können direkt verglichen werden.