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Polysun jetzt auf den neuesten Stand bringen: Präzisere Kollektorsimulation, neue Lizenzverwaltung und der Weg zur ISO 9806:2025

Mit den Versionen 2025.5 und 2026.1 wurde die Berechnungsgrundlage für Solarthermie- und PVT-Anlagen modernisiert. Die Simulation erfolgt nun nach ISO 9806:2017 und die Kollektorparameter werden direkt aus der Solar-Keymark-Datenbank übernommen. Dadurch entfallen Umrechnungsschritte. Wer bestehende Projekte unter der alten Norm angelegt hat, sollte diese neu simulieren, da insbesondere bei unverglasten Kollektoren und PVT-Kollektoren die Unterschiede zum Teil deutlich sind. Der Umstieg lohnt sich jetzt doppelt: Ab Version 2026.3 stellt Polysun auf ein benutzerbasiertes Lizenzsystem um – Sie erledigen Norm- und Lizenzumstellung in einem Schritt.

Winterthur, August 2026
Die Planungsqualität von Solarthermie- und PVT-Anlagen steht und fällt mit der Qualität der hinterlegten Kollektordaten. Mit den Versionen 2025.5 und 2026.1 hat Vela Solaris die Berechnungsbasis in Polysun grundlegend auf die ISO-Norm 9806:2017 modernisiert. Ab Version 2026.1 greift Polysun zudem direkt auf die Solar Keymark-Datenbank zu. Die Kollektorparameter stammen seither unmittelbar aus den zertifizierten Herstellerangaben, ohne dass Umrechnungsschritte erforderlich sind.

Für die Praxis heißt das: Wer noch mit einer älteren Polysun-Version arbeitet oder Projekte unter den alten Normen angelegt hat, sollte diese neu berechnen. Insbesondere bei unverglasten Kollektoren und PVT-Kollektoren können die Unterschiede zwischen alter und neuer Norm relevant sein.

Warum sich das Update jetzt doppelt lohnt

Ab Version 2026.3 stellt Polysun zudem auf ein benutzerbasiertes Lizenzsystem um. Wer die Software jetzt aktualisiert, erledigt beide Umstellungen in einem Schritt: die Norm- und die Lizenzumstellung.

Was der Normenwechsel technisch bedeutet

Der wesentliche Unterschied zwischen der neuen Norm ISO 9806:2017 und ihrer Vorgängerversion ISO 9806:2013 liegt in der Behandlung der Windgeschwindigkeit. Im Prüfverfahren wird sie bei ISO 9806:2017 um 3 m/s reduziert. Für verglaste Kollektoren spielt das eine untergeordnete Rolle, bei unverglasten Kollektoren beeinflusst der Wind den Ertrag jedoch stark. Werden Kollektoren mit Prüfdaten nach ISO 9806:2013 in Polysun hinterlegt, kann dies zu einer Unterschätzung des Solarertrags führen. In Kombination mit einer Wärmepumpe können sich daraus COP-Abweichungen von +0,3 bis +0,6 ergeben.

Vela Solaris empfiehlt daher, Projekte ausschließlich mit ISO 9806:2017-zertifizierten Kollektoren und der neuesten Polysun-Version durchzuführen.

Ausblick: Polysun wird ISO 9806:2025 integrieren

Die Normentwicklung geht weiter. Die neue ISO 9806:2025 schafft erstmals einen klaren internationalen Rahmen, der PVT-Kollektoren nach Leistungsklassen unterscheidet. Vela Solaris wird Polysun entsprechend aktualisieren, sobald die Hersteller die erforderlichen Katalogdaten bereitstellen. Wer dann auf dem aktuellen Stand ist, profitiert sofort.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Bestehende Solarthermie- oder PVT-Projekte, die mit älteren Normen oder in älteren Polysun-Versionen erstellt wurden, sollten mit der aktuellen Version neu simuliert werden. Der Aufwand ist gering – der Gewinn ist Planungssicherheit auf normkonformer Grundlage.

  • Das Update auf die neueste Polysun-Version (mindestens 2026.1) ist im Benutzerportal unter https://portal.polysun.app verfügbar.
  • Bei Fragen zur Normumstellung oder zur Neubewertung bestehender Projekte steht das Support-Team von Vela Solaris zur Verfügung: info@velasolaris.com, +41 55 220 71 00