Schnelleinstieg-Anleitung Polysun
Unser Schnelleinstieg zeigt Ihnen in nur acht Schritten, wie Sie Ihr erstes Projekt in Polysun abbilden und dynamisch planen können. Wir zeigen Ihnen dies, am konkreten Beispiel eines Mehrfamilienhauses auf. Diese Anleitung ist ein ideal, um Polysun kennenzulernen und bildet zugleich die Grundlage für größere Projekte mit mehreren Erzeugern, Quellen und projektspezifischen Steuerungsstrategien.
Zusätzlich zur folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung steht Ihnen auch ein Video-Tutorial zur Verfügung
Inhaltsverzeichnis
- Auswahl einer passenden Vorlage und Eröffnung eines Projekts
- Eingabe der Standortdaten
- Eingabe der Heizlast und des Heizwärmebedarfs des Gebäudes
- Eingabe oder Import des Brauchwasserbedarfs
- Auswahl der Wärmepumpe und Dimensionierung weiterer Wärmeerzeuger
- Auswahl und Dimensionierung der Speicher
- Simulation und Analyse der Ergebnisse
- Variantenbildung und Optimierung
Zusätzlich der untenstehenden Schritt für Schritt Anleitung steht Ihnen ein Video Tutorial zur Verfügung
Auswahl einer passenden Vorlage und Eröffnung eines Projekts
Wählen Sie die Standardvorlage „19h” aus. Durch Doppelklick auf die Vorlage öffnen Sie ein neues Projekt. Geben Sie dem Projekt einen Namen. Ein Projekt kann verschiedene Planungsvarianten umfassen und verfügt über Standortdaten, die ihm zugeordnet sind.

Eingabe der Standortdaten
In der Projekt-Übersicht können Sie Ihr Projekt und Varianten für den Projektbericht näher beschreiben. Wählen Sie den Standort der Anlage entweder aus einer Datenbank oder mithilfe einer Karte aus.

Eingabe der Heizlast und des Heizwärmebedarfs des Gebäudes
Klicken Sie auf der linken Seite auf die Variante und führen Sie einen Doppelklick auf das Gebäude aus. Definieren Sie den Wärmebedarf Ihres Gebäudes – in diesem Fall eines Mehrfamilienhauses – mit der gängigsten Methode, d. h. über Heizlast und Heizwärmebedarf, wie in der untenstehenden Abbildung dargestellt.
In Polysun kann der Gebäudeenergiebedarf jedoch auf verschiedene Weise definiert werden, wie im untenstehenden Praxistipp erwähnt.

Eingabe oder Import des Brauchwasserbedarfs
Der Warmwasserbedarf des Mehrfamilienhauses kann durch einen Doppelklick auf den Warmwasserhahn definiert werden. Als Vorauswahl ist die gängigste Methode bereits voreingestellt: die Eingabe über den Tagesverbrauch in Litern pro Tag (l/Tag). Für eine realitätsnahe Simulation lässt sich dieser Bedarf über Tagesprofile weiter präzisieren, indem Sie exakt festlegen, zu welchen Uhrzeiten das Warmwasser gezapft wird (z. B. Lastspitzen am Morgen oder Abend). Eine detaillierte Anleitung finden Sie unter Warmwasser.

Auswahl der Wärmepumpe und Dimensionierung weiterer Wärmeerzeuger
Ist der Verbrauch von Wärme- und elektrischer Energie definiert, kann dieser mithilfe eines Wärmeerzeugers bzw. Stromerzeugers und einer korrekten Steuerung über das Jahr hinweg gedeckt werden. In den Vorprojekten gibt es meist schon Versorgungsideen oder sogar einzelne Varianten. In einem ersten Schritt kann diese grobe Variante beispielsweise mit Faustformeln berechnet und abgebildet werden. Durch einen Doppelklick auf den Wärmeerzeuger öffnet sich der Katalog des jeweiligen Wärmeerzeugers. Durch Scrollen nach rechts oder das Expandieren des Fensters können im Katalog alle Parameter des jeweiligen Wärmeerzeugers eingesehen werden.
In unserem Beispiel des Mehrfamilienhauses gibt es zwei Wärmeerzeuger: die Luft-Wasser-Wärmepumpe und die Solarthermie-Kollektoren. Durch einen Doppelklick auf die jeweilige Komponente können Sie diese, wie unten dargestellt, parametrieren. Es kann aus einem Herstellerkatalog von Wärmepumpen und Solarthermie-Kollektoren ausgewählt werden.

Falls Größe und Typ der Wärmepumpe nicht bekannt sind, können die generischen Profile (z. B. Hersteller anonym, 150 kW) aus dem Katalog verwendet werden. Durch Scrollen nach rechts im Katalog können die Betriebspunkte der Kennlinie der jeweiligen Wärmepumpe für die Heizleistung und elektrische Energie eingesehen werden. Im achten Schritt kann diese grobe Auslegungsvariante mit unterschiedlichen Varianten (z. B. Größe der Wärmepumpe, Größe der Pufferspeicher, Steuerungsstrategie) optimiert werden.

Auswahl und Dimensionierung der Speicher
Die Auswahl der Speicher erfolgt häufig anhand der vorhandenen Platzverhältnisse. Sie können den jeweiligen Speicher per Doppelklick aus dem Herstellerkatalog auswählen und parametrieren. Falls kein spezifischer Speicher bekannt ist, können generische Speicher aus dem Katalog ausgewählt werden (z. B. Hersteller anonym, 4.000 l Pufferspeicher).

Simulation und Analyse der Ergebnisse
Sobald die Verbraucher und Erzeuger parametriert sind, kann die Simulation des Mehrfamilienhauses mit Klick auf den grünen Play- Knopf gestartet werden. Das Anlagesystem wird jetzt für jeden Zeitschritt für 365 Tage dynamisch simuliert. Den Status der Simulation können Sie in der Fusszeile verfolgen.

Sobald das Jahr durchsimuliert ist, erhalten Sie eine Übersicht der Simulationsergebnisse mit typischen Kennzahlen.

Im Menüpunkt Resultate können Sie die Ergebnisse der Simulation Ihrer Anlage näher analysieren und Projektberichte generieren. Dazu steht Ihnen je nach Fragestellung die passenden Ansichten zur Verfügung. Einen guten Einstieg in die Analyse geben folgende Ansichten:
- Systemresultate: Zeigt die zentralen Kennzahlen der Anlagenvariante pro Monat
- Komponentenresultate: Zeigt den Verlauf der Parameter jeder Anlagenkomponente pro Monat
- Simulationsanalyse: Zeigt die Systemzustände für jeden Zeitschritt der Simulation

Variantenbildung und Optimierung
Durch einen Klick der rechten Maustaste auf die erste Variante können Sie die Ursprungsvariante des Mehrfamilienhauses kopieren. Nun können Sie die Anlage basierend aus den Erkenntnissen der Analyse der Resultate optimieren und eine neue Anlagevariante generieren.

Mit Hilfe des Berichts Variantenvergleich in den Resultaten lassen sich die einzelnen Varianten vergleichen und so die optimale Variante für die Energieversorgung ihres Projektes finden.
