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Kosten Wärmepumpe Mehrfamilienhaus: Erhöhung der Wirtschaftlichkeit und Eigenverbrauch
Mit verschiedenen Planungsvarianten lassen sich die Kosten für Wärmepumpen bei Mehrfamilienhäuser deutlich reduzieren und die optimale Energielösung für das jeweilige Projekt finden. Eine Planungs- und Simulationssoftware ermöglicht Ingenieurbüros und TGA Planer/HLK Planer eine optimale Auslegung der Wärmepumpe, Abbildung der projektspezifischen Ziele wie Erreichung einer Eigenverbrauchsrate und Anpassung an die räumlicher Gegebenheiten. Dadurch wird eine Überdimensionierung vermieden und die optimale Variante ausgearbeitet.
Kosten für Wärmepumpen in Mehrfamilienhäusern
Die Investition in eine Wärmepumpe für ein Mehrfamilienhaus variiert je nach Gebäudegröße und gewählter Technologie. Laut aktuellen Daten liegen in Deutschland die Gesamtkosten für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zwischen 20.000 € und 35.000 €, während Erd-Wärmepumpen zwischen 35.000 € und 60.000 € kosten können[3]. Diese Preise umfassen sowohl Anschaffung als auch Installation. Die Wärmepumpen von grösseren Arealüberbauungen kosten ein Vielfaches, entsprechend lohnt sich bei der Dimensionierung der Wärmepume der Aufwand für die Optimierung des Energiesystems hinsichtlich der Investitions- und Betriebskosten.
Kosteneinsparungen durch Optimierung und Simulation
Ein entscheidender Vorteil bei der Planung von Wärmepumpen-Systemen für Mehrfamilienhäuser ist die Nutzung von Simulationssoftware wie Polysun. Dadurch können verschiedene Systemvarianten und Betriebsstrategien im Vorfeld virtuell getestet werden. Es lassen sich nicht nur technische, sondern vor allem auch wirtschaftliche Optimierungen erzielen – und das, bevor Investitionsentscheidungen getroffen werden.
Wie viel lässt sich einsparen?
Simulationen mit Polysun zeigen, dass sich durch die optimale Auslegung und Steuerung von Wärmepumpensystemen erhebliche Kosten einsparen lassen. In einer Studie wurden beispielsweise verschiedene Sanierungs- und Betriebsvarianten für ein Mehrfamilienhaus simuliert. Die Ergebnisse zeigen, dass durch gezielte Optimierung und Kombination von Wärmepumpe, PV-Anlage und ggf. Batteriespeicher die jährlichen Betriebskosten um bis zu 39 % in der ersten Sanierungsstufe und sogar um bis zu 67 % nach weitergehender Sanierung gesenkt werden können[1]. Diese Einsparungen ergeben sich vor allem durch die Reduzierung des Strom- und Wärmebedarfs sowie durch eine intelligente Nutzung selbst erzeugter Energie.
Simulationsergebnisse im Überblick
| Sanierungsstufe | Betriebskosteneinsparung | CO₂-Einsparung |
| Erste Stufe | bis zu 39 % | Zielwert < 12 kg CO₂/m² |
| Zweite Stufe (Vollsan.) | bis zu 67 % | Zielwert < 12 kg CO₂/m² |
Die Simulationen berücksichtigen dabei reale Energiepreise und zeigen, dass die Effizienzgewinne nicht nur theoretisch sind: Messungen an realen Anlagen bestätigen, dass die mit Polysun simulierten Einsparungen meist sehr gut mit den tatsächlichen Betriebsdaten übereinstimmen. Abweichungen liegen im Bereich von etwa 10 %, sodass die Simulation ein sehr zuverlässiges Planungsinstrument darstellt[2].
Weitere Vorteile der Simulation
- Vergleich verschiedener Systemvarianten (z.B. Abwasserwärmetauscher, PV-Kombination, Batteriespeicher)
- Optimierung der Betriebsweise (z.B. Eigenverbrauchsmaximierung, intelligente Steuerung)
- Transparente Darstellung der Wirtschaftlichkeit über die gesamte Lebensdauer
Mit einer Simulationssoftware lassen sich für Mehrfamilienhäuser maßgeschneiderte Wärmepumpenlösungen entwickeln, die sowohl technisch als auch wirtschaftlich optimal sind. Die Simulation ermöglicht eine fundierte Entscheidungsgrundlage und kann die jährlichen Betriebskosten signifikant senken – in der Praxis sind Einsparungen von 40 bis 67 % realistisch, je nach Ausgangslage und Optimierungsgrad[1][2]. Siehe dazu auch diesen Beitrag der energetischen Sanierung von Altbauten am Beispiel eines Doppelmehrfamilienhaus mit 17 Wohnungen oder der Beitrag zur energetischen Sanierung eines Mehrfamilienhauses mit 24 Wohneinheiten in Berlin.
Heizungen für Mehrfamilienhäuser, Technologievarianten für die Versorgung des Strom- und Trinkwasserbedarfs
Die Software Polysun bietet eine grosse Auswahl an vorkonfigurierten Vorlagen für die Auslegung von Wärmepumpen und Energiesystemen. Diese können vom Planer für die eigenen Projekte genutzt werden. Dabei werden alle marktüblichen Technologien – von der Wärmepumpe bis zum Eisspeicher – abgedeckt. Aus rund 1’000 Vorlagen können Nutzer von Polysun ein passendes System selektieren. Die Vorlage wird dann in wenigen Schritten auf das eigene Projekt angepasst, z.B. indem der exakte Projektstandort hinterlegt und damit die standortspezifischen Wetterdaten berücksichtigt werden. Auch das Hinzufügen von weiteren Komponenten wie etwa einen Batteriespeicher oder die Ladestation eines Elektromobils sind einfach möglich.

Die Vorlagen werden laufend ergänzt und aktualisiert. Neu verfügbar sind Vorlagen für die Planung der Energieversorgung von Mehrfamilienhäusern. Folgende Technologievarianten für die Versorgung des Strom-, Heiz- und Trinkwarmwasserbedarfs werden dabei in Polysun abgebildet und sind flexibel erweiterbar:
- Wärmepumpe, Erdwärmesonde, Kombispeicher
- Wärmepumpe, Erdwärmesonde, zwei Speicher
- Wärmepumpe, Photovoltaik, Kombispeicher
- Wärmepumpe, Photovoltaik, zwei Speicher
- Wärmepumpe, Spitzenlast-Pelletkessel, Kombispeicher
- Wärmepumpe, Spitzenlast-Pelletkessel, zwei Speicher
- Wärmepumpe, Solarthermie, zwei Speicher
Großwärmepumpen und Industrie Wärmepumpen
Heizungen für Mehrfamilienhäuser lassen sich wie oben beschrieben fundiert planen und vergleichen, um das passende Energiesystem zu bestimmen. Bei Großwärmepumpen und Industrie Wärmepumpen ist der Planungsaufwand etwas grösser. Vorlagen sind ebenfalls in Polysun vorhanden oder können projektspezifisch erstellt werden. Falls Sie eine bestimmte Vorlage in Polysun vermissen, melden Sie sich gerne bei uns. Wir bieten Projektbegleitungen oder erstellen auf Kundenwunsch weitere Vorlagen.
Quellen: