FAQ – Häufig gestellte Fragen

Erste Schritte

Wo sehe ich nach der Installation meine Lizenznummer?

Starten Sie Polysun und klicken Sie in der Menüzeile auf «?» -> «Info» und dann auf den Knopf «Lizenz». Sie sehen nun Ihre Registrierungsdaten (Name und Adresse), den Benutzer-Level (Standard, Designer, Premium) und Ihre EID. Bitte merken Sie sich die EID für Supportanfragen oder eine eventuelle Neuinstallation.

Nach dem Kauf eines Upgrades, sehe ich keine Veränderung in Polysun?

Wenn Sie ein Upgrade gekauft haben, ist es wichtig die Lizenz neu abzuholen, um die neue Features freizuschalten. Gehen Sie dazu auf «Extras» -> «Lizenz hinzufügen», Sie können die gleiche EID und Product Key benutzen wie zuvor.

Wie registriere ich mein Polysun nach der Installation?

Zur Registrierung des Programms sind ein Freischaltcode und eine aufrechte Internetverbindung erforderlich. Den Freischaltcode (EID und Product Key) erhalten Sie nach der Bestellung per E-Mail. Nach dem erstmaligen Start von Polysun können diese beiden Informationen eingegeben werden, anschliessend öffnet sich ein weiteres Dialogfenster, in dem Sie bitte Ihre persönlichen Daten (inkl. E-Mail Adresse) eintragen. Bitte beachten Sie, dass Sie die Registrierungsbestätigung nur auf Ihre hier angegebene E-Mail Adresse zugesandt bekommen.

Wie erstelle ich eine Supportdatei?

Die Supportdatei beinhaltet alle wichtigen Daten von Polysun, die benötigt werden um eine Fehlfunktion schnellst möglich zu beheben. Starten Sie hierzu Polysun gehen Sie auf «?» -> «Support-Anfrage» und klicken Sie im Menu des Fenster auf Support-Datei erstellen.
Oder senden Sie uns die Datei data.log unter dem Ordner C>User>Public>Polysun.

Fehler beim Bestimmen der Höhe/Zeitzone?

Polysun nutzt Openstreet Map als Dienst für die Darstellung der Weltkarte, die Höhen- und Zeitzonenbestimmung wird ebenfalls von einem Drittanbieter zu Verfügung gestellt und somit haben wir keine Einfluss auf die Funktionsweise sowie die Leistungsfähigkeit dieses Dienstes.

Um das Problem zu lösen probieren Sie die Bestimmung des Standorts zu einem späteren Zeitpunkt wieder.

Netzwerkeinstellungen

Wie und wo konfiguriere ich Polysun falls ein Proxy-Server im Netzwerk vorhanden ist?

Falls Sie einen Proxy Server in Ihrem Netzwerk verwenden, müssen Sie diese Verbindungsdaten beim Lizenzbezug angeben. Klicken Sie hierfür beim 1. Fenster des Lizenz-Manager auf «Zurück» und tragen Sie dort alle benötigen Daten ein. Hier finden Sie die benötigten Informationen:

Fehlerbehandlung für den Fehler 600/6?

Dieser Fehler deutet darauf hin, dass die Ethernet Netzwerkkarte ausgeschaltet oder im Ruhemodus ist. Polysun benutzt diese Hardware Komponente zur Lizenz-Validierung. Daher ist es nötig, dass die Netzwerkkarte eingeschaltet ist.

Bitte prüfen Sie, dass die Netzwerkkarte eingeschaltet ist und der Energiesparmodus der Ethernet Netzwerkkarte ausgeschaltet ist und starten Sie Polysun neu.

Wichtiger Hinweis: Polysun benutzt immer die Ethernet Netzwerkkarte und nie die Wireless Karte für die Validierung.

Report

Wie ändere ich die Anschrift im PDF-Report?

Im PDF-Report wird in der Titelzeile die Benutzeradresse eingeblendet. Diese wird aus zwei Einträgen zusammengesetzt:

  1. Name und Adresse des Polysun-Benutzers. Diese Information kann via Adressänderung in der Benutzerdatenbank gemacht werden (Siehe dazu den FAQ-Eintrag zur Adressänderung)
  2. Firmenname, Telefonnummer und E-Mail. Diese Information wird in Polysun via «Extras» -> «Einstellungen» eingegeben. Dort kann ausserdem auch noch das Firmensignet als Graphik geladen werden, welches dann ebenfalls in der Kopfzeile des Reports erscheint.

Firmensignet als Grafik laden

Im PDF-Report wird in der Titelzeile die Benutzeradresse eingeblendet. Dort können Sie Ihr Firmensignet als Grafik einsetzten:

  1. Diese Information wird in Polysun via «Extras» -> «Einstellungen» -> «Report»  eingegeben.
  2. Firmensignet als Grafik laden, welches dann ebenfalls in der Kopfzeile des Reports erscheint.

Update

Wie und wozu Polysun updaten?

Beim Start von Polysun wird geprüft, ob eine neuere Version verfügbar ist. Ist ein Update verfügbar, wird ein entsprechender Hinweis angezeigt.

Um die automatische Update- Suche einzustellen, können Sie auf «Extras» klicken und «Einstellungen» öffnen. In «Nach dem Start von Polysun» können Sie «nach Update suchen» wählen. Diese Auswahl ist standardmässig gesetzt. Damit Polysun prüfen kann ob ein Update vorhanden ist, muss das Programm Polysun Zugriff zum Internet haben (Firewall).

Mit den folgenden Schritten bringen Sie das Polysun manuell auf den neusten Stand:

  • Im offenen Polysun im Hauptmenü auf «Extras» und auf  «Software-Updates suchen» klicken

Oder Sie nutzen den Polysun – Polysun Updater

  • Polysun beenden
  • Im Windows Startmenü: Programme -> Polysun -> Polysun Updater anklicken
  • Im Updater das Update mit einem Klick auf die Taste «Weiter» herunterladen und installieren lassen

Damit erreichen Sie, dass Sie von neuen Funktionen, Vorlagen und Katalogeinträgen profitieren und Fehler korrigiert werden können. In den Release Notes sind die jeweiligen Änderungen ersichtlich.

Ich kann keine PDF-Reports mehr generieren, was ist zu tun?

In Polysun 5 wurde die Report-Engine, welche für dier Erzeugung der Reports (PDF, Word,…) genutzt wird, erneuert. Das Problem tritt auf, wenn Sie Polysun 5 über eine alte Version darüber installiert haben. Um das Problem zu lösen, deinstallieren Sie Polysun nochmals und installieren Sie die neueste Version daraufhin nochmals.

Tipp: Prüfen Sie vor der Neuinstallation im Programmverzeichnis das keine Polysunordner mehr vorhanden sind.

Komponenten

Wie ändere ich den Speichertyp einer Hydraulik?

Wenn in einem Hydraulik Schema auf einen Speicher geklickt wird, werden im Katalog jeweils nur die Speicher angezeigt die genau passen. D.h. die Konstellation der Anschlüsse muss genau auf das aktuelle Schema passen, es dürfen nicht zuwenig oder zu viele Flansche, Wärmetauscher usw. eingetragen sein. Wenn ein Speicher nicht passt, kann dieser kopiert werden (der Speicher-Katalog kann auch über das Hauptmenu «Kataloge» -> «Speicher» angezeigt werden, über diese Option sind immer alle Komponenten aufgelistet) und überflüssige Flange/Wärmetauscher usw. gelöscht oder hinzugefügt werden. Anschliessend ist der Speicher auch für die entsprechende Hydraulik auswählbar.

Wie werden Dreiwegventile eingesetzt?

Dreiwegventile können über einen geregelten Wert kontrolliert werden oder über einen fixen Wert (%). Bei der Analyse der Fluidkreisläufe spielen Dreiwegventile eine wichtige Rolle. Sie teilen den einfliessenden Fluidstrom in einem vorgegebenen Verhältnis auf. Die Ventilposition eines Mischventils wird von der Steuerung geregelt. Je nach Situation im Anlageschema teilt das Dreiwegventil einen eintretenden Fluidstrom auf, oder es führt zwei Fluidströme zusammen. Reguliert wird der mit x bezeichnete Ausgang. Ist das Signal der Steuerung logisch eins, ist Ausgang x voll geöffnet. Die beiden Situationen sind in folgender Graphik schematisch dargestellt:

Wieso erreichen die Durchsätze den Nenndurchsatz nicht?

Die in der graphischen Auswertung angezeigten Werte sind Stundenmittel. Der Warmwasserbedarf mit Nenndurchsatz wird oft nur über 10 Minuten bezogen. Deshalb liegen die Stundenmittel immer unter dem Nenndurchstatz.

Hinweis: Die graphische Auswertung kann erst ab der Professional-Stufe angezeigt werden.

Welche Parameter können für die Spezifikation der Kollektoren gewählt werden?

Es werden zwei Modelle zur Berechnung des Kollektorwirkungsgrades angeboten. Mit der Eingabe «Flach- oder Röhren-Kollektor» zählt das Standardmodell, bei «Unverglast» das Nicht-abgedeckte-Kollektoren-Modell. Letzeres wird hier nicht weiter besprochen, sehen Sie dazu die Benutzerdokumentation von Polysun an.

Kennung Beschreibung
Eta0 laminar «Eta0 laminar» ist der Wirkungsgrad des Kollektors betrieben bei Umgebungstemperatur und laminaren Strömungsverhältnissen. Die Werte von Eta0 laminar bis und mit a2 beziehen sich auf die Apertur-Fläche des Kollektors und sind bei einer Strahlungsstärke von 800W/m2 ermittelt.
ta0 turbulent Der Wirkungsgrad des Kollektors betrieben bei Umgebungstemperatur und turbulenten Strömungsverhältnissen.
A1 (ohne Wind) Koeffizient A1 bei Flach- und Röhrenkollektor, gemessen ohne Wind
A1 (mit Wind) Koeffizient A1 bei Flach- und Röhrenkollektor, gemessen gemäss Norm mit Standard-Bewindung
A2 Koeffizient A2 bei Flach- und Röhrenkollektor
Dyn. Wärmekapazität Gerechneter Wert nach EN 12975-2
Nsis-Axis Die Ausrichtung (Röhrenverlauf bei 90° Elevation horizontal oder vertikal) bei Röhrenkollektoren. Bei Flachkollektoren meist irrelevant.
IAM-Modell Für die Interpolation bei Flachkollektoren gilt das «Ambrosetti Modell». Röhrenkollektoren werden mit einer kubischen Spline interpoliert.
Winkelfaktoren IAM Daten werden über eine Tabelle eingelesen
Volumen Gemessener Wert des Fluidvolumens im Kollektor inklusive Sammelrohre.
Innendurchmesser Innendurchmesser der Wärmeübertragungsrohre im Kollektor (wird für die Druckverlustrechnung verwendet)
Einzel-Rohrlänge Die Länge eines Wärmeübertragungsrohrs im Kollektor (wird für die Druckverlustrechnung verwendet)
Parallele Rohrleitungen Anzahl parallele Rohrleitungen im Kollektor (wird für die Druckverlustrechnung verwendet)
Rohrrauhigkeit Rauhigkeitsfaktor an der Innenseite (wird für die Druckverlustrechnung verwendet)
Linearer Formfaktor Der Formfaktor eines Rohres liegt je nach Biegungsradius im Bereich 1-1.5. Für gerade Rohre 1.
Widerstandsbeiwert Der Widerstandsbeiwert bezieht sich auf Druckverluste in Verzweigungen, Ventilen usw. Falls nicht gemessen, wird er Null gesetzt.
Durchsatz im Test Fluiddurchsatz während des Tests. In l/h und Kollektor.

Was sind «Fluide» und wie werden sie in Polysun verwendet?

Polysun wurde so konzipiert, dass ein beliebiger Aufbau von Solarsystemen anhand von vorgegebenen Komponenten möglich ist. Als erster Schritt der Simulation muss deshalb der Aufbau einer Anlage analysiert werden. Dazu werden der Reihe nach zuerst die Fluiddomänen identifiziert, und danach die Fluidkreisläufe.

Definition: Als Fluid bezeichnet man die Flüssigkeit, welche die Komponenten durchströmt und Energie transportiert. Da das Fluid oft verschiedene Stoffe enthält, gibt es in Polysun den Basisfluid-Katalog mit den reinen Stoffen (wie z.B. Wasser, Ethylenglykol, Propylenglykol), sowie den Fluidmischung-Katalog mit den in Realität verwendeten Flüssigkeiten (wie z.B. Trinkwasser, Ethylenmischung, Propylenmischung).

Definition: Eine Fluiddomäne ist ein zusammenhängender, hydraulischer Bereich mit einem gemeinsamen Fluid. Eine Anlage besteht typischerweise aus mehreren Fluiddomänen. Die zu einer Fluiddomäne gehörenden Anlagekomponenten werden von demselben Fluid durchflossen.

Definition: Eine Fluiddomäne besteht aus einem oder mehreren Fluidkreisläufen. In einem Fluidkreislauf hat es immer genau einen Durchflusserzeuger. Resultate werden für Fluidkreisläufe ermittelt (nicht für Fluiddomänen).

Die klimatischen Gegebenheiten in Mitteleuropa machen es erforderlich, dass Solaranlagen auch Minustemperaturen standhalten müssen. Dies verunmöglicht es z.B., dass im Kollektor das benötigte Warmwasser direkt erzeugt wird. Wenn reines Leitungswasser im Kollektor gefriert, zerstört es durch seine Ausdehnung den Kollektor. Normales Leitungswasser hat zudem den Nachteil, dass der Kollektor mit der Zeit verkalken würde.

Um das Wärmeträgerfluid für die genannten Anforderungen tauglich zu machen, wird normales Wasser mit einem gewissen Anteil Glykol vermischt. Es wird dafür in vielen Fällen Ethylenglykol (z.B. Antifrogen L) oder Propylenglykol (z.B. Antifrogen N) als Frostschutzmittel verwendet. Da das Fluid in einem geschlossenen Kreis zirkuliert, ist das Verkalkungsproblem nicht akut. Beim Mischungsverhältnis sind verschiedene Gesichtspunkte zu beachten:

  • Die Wärmekapazität des Fluids nimmt mit zunehmender Glykolkonzentration ab
  • Die Zähigkeit erhöht sich bei höherem Glykolanteil (Problem des Druckverlustes)
  • Der Gefrierpunkt sinkt mit zunehmendem Glykolanteil
  • Der Siedepunkt steigt mit zunehmendem Glykolanteil
  • Mögliche chemische Prozesse, speziell bei Übergängen verschiedener Metalle, müssen berücksichtigt werden
  • Die Hitzebeständigkeit der Fluids ist zu beachten

Ab einer gewissen Konzentration verursacht gefrierendes Fluid keine Probleme mehr, da es nicht mehr wie Eis (kristallin) gefriert, sondern eine sulzig-körnigeStruktur erhält. Es kann keine Sprengwirkung mehr entfalten. Ab einem Volumenanteil von 33 % (Propylenglykol), bzw. 38 % (Ethylenglykol) triff der erwähnte Effekt ein. In Polysun kann die Glykolkonzentration definiert werden.

Programmierbare Steuerung greift nicht auf die Schaltuhr (Freigabezeiten) zu

Es muss im Betriebszustand TC (TimeClock) O oder 1 definiert werden. Damit greift die Steuerung diese Werte ab.

Wetterdaten

Räumliche Unterschiede Meteonorm 6 zu Meteonorm 7.2

Die Differenzen-Karten auf der Meteonorm Homepage zeigen die Unterschiede der Globalstrahlung horizontal (GHI) und der Direktnormalstrahlung (DNI) zwischen der Version 7.1 und 7.0 und Version 7 und 6.1:

http://www.meteonorm.com/de/support/faq_post/differenzkarte-version-6.1-zu-version-7

Simulation

Was bedeutet die Meldung «kein Durchflusserzeuger vorhanden»?

Definition: Eine Komponente ist ein Durchflusserzeuger, wenn der Fluidtransport zwischen den Anschlüssen der Komponente durch die physikalischen Vorgänge in der Komponente festgelegt wird.

Folgende Komponenten sind Durchflusserzeuger:

  • Pumpe
  • Brenner mit eingebauter Pumpe
  • Warmwasseranschluss (bei welchem man sich eine direkte Verbindung zum Kaltwasseranschluss denken kann, damit der Fluidkreislauf geschlossen ist).

Um für die gesamte Hydraulik in allen Rohren definierte Zustände zu haben, müssen die Durchflusserzeuger richtig gewählt sein. In einem ersten Schritt analysiert Polysun vor jeder Simulation die Verrohrung und den Einsatz von Durchflusserzeugern. Falls diese nicht konsistent gewählt wurden, muss man die Anlage noch einmal überdenken und dabei insbesondere darauf achten, dass nie zu viele oder zu wenige Pumpen in einem Kreislauf eingesetzt werden.

Warum läuft die Simulation nur sehr langsam durch?

Auch auf schnellen Computern kann es passieren, dass gewisse Anlagen sehr lange Simulationszeiten aufweisen. Der numerische Algorithmus, welcher Polysun zugrunde liegt, ist für typische Solaranlagen optimiert. Ein sehr langsames Fortschreiten tritt insbesondere dann auf, wenn gewisse Parameter extreme Werte annehmen. Wird zum Beispiel eine Pumpe stark unter- oder überdimensioniert, hat dies eine verlangsamte Simulation zur Folge.

Abhilfe: Ausgehen von einem bestehenden Template und nicht zu viele Sachen gleichzeitig ändern. Überprüfen Sie auch alle Kontrollereinstellungen nochmals.

Warum verwendet Polysun für die Volumenentnahme einen etwas zu grossen Wert?

Hierbei handelt es sich um einen bewusst zugelassenen aufsummierten Rundungsfehler. Die Bezugsmenge wird mit Nenndurchsatz und variabler Zeitdauer gezapft. Dabei wird die Zeiteinheit im Sekundenschritt gemessen, wobei immer auf ganze Sekunden aufgerundet wird.

Warum ergibt sich auch bei ausreichend Zusatzheizung und gedecktem Energiebedarf ein Energiedefizit?

Im Warmwassersystem kühlt sich das Trinkwasser in den Rohrleitungen im Stillstand aus. Damit wird zu Beginn einer Zapfung typischerweise zuerst ein gewisses Volumen von zu kaltem Wasser bezogen. Das daraus resultierende Energiedefizit wird aufsummiert und beträgt im Normalfall pro Monat 2-5% des Energiebedarfs.

Was bedeutet die Meldung «Energiebedarf nicht gedeckt»?

Es kann sein, dass die Energie aus Solarkollektoren und Zusatzheizung nicht ausreicht, um den im Projekt vorgeschriebenen Energiebedarf zu decken. In diesen Fällen weichen die Temperaturen von Warmwasser oder Gebäude von den im Projekt vorgeschriebenen Soll-Werten ab. Polysun kennzeichnet solche Anlagen in Grafiken und Reports mit der Meldung «Energiebedarf nicht gedeckt».

Mögliche Ursachen und empfohlene Systemverbesserungen:

  • Eine Unterdeckung kann daraus resultieren, dass dem System insgesamt zuwenig Energie zugefügt wird. Die Unterdeckung ist in den Komponentenresultaten ersichtlich. Falls die Unterdeckung nur im Winter besteht, sollte die nicht-solare Zusatzheizung vergrössert werden, selten kann man auch mit einer Vergrösserung der Kollektorfläche die volle Deckung wieder erreichen. Meist ist aber nicht zuwenig Energie im System, weshalb unbedingt auch folgende Punkte geprüft werden müssen:
  • Möglicherweise blockiert ein schlecht dimensionierter Wärmetauscher den Wärmestrom (vergleiche Durchflüsse und Temperaturen vor und nach den externen Wärmetauschern und kontrolliere die Oberfläche von internen Wendelwärmetauschern).
  • Ebenso können falsch gesetzte Temperaturfühler oder fehlerhafte Reglerparameter
  • in den Steuerungen die Ursache für eine Unterdeckung sein.
  • Die häufigste Ursache für die Meldung «Energiebedarf nicht gedeckt» rührt jedoch direkt vom Warmwasserbezug her. Dabei ist darauf zu achten, dass in Polysun das Warmwasser stündlich gezapft wird. Bei langen Rohrleitungen und grossen Rohrquerschnitten erreicht lediglich das in der Zwischenzeit abgekühlte Wasser den Verbraucher und nicht das heisse Wasser aus dem Speicher. Damit resultiert ein Energiedefizit. Dies kann durch eine Verkürzung der Rohrleitungen und Verkleinerung des Rohrquerschnitts oder durch eine Erhöhung der Zapfmenge pro Stunde behoben werden.

Wie wird der Warmwasserbezug zeitlich simuliert?

Der Warmwasserbezug einer Simulation wird durch folgende Parameter definiert:

  • Nomineller Durchsatz (z.B. 360 l/h)
  • Tagesprofil (z.B. Tagesspitzen, d.h. für die 24 Stunden des Tages in %: 0, 0, 0, 2.3, 2.3, 2.3, 2.3, 8, 8, 8, 2.3, 2.3, 8, 8, 8, 2.3, 2.3, 8, 8, 8, 2.4, 2.4, 2.4, 2.4)
  • Warmwasser Tagesbedarf der einzelnen Monate (z.B. immer 200 l/Tag von Januar bis Dezember)

In Polysun wird immer zu Beginn einer Stunde bestimmt, wie viel Warmwasser in dieser Stunde bezogen wird (z.B. morgens zwischen 8:00 und 9:00 wird 8% des Tagesbedarfs von 200 Liter bezogen, also 16 Liter). In der Polysun-Simulation wird immer am Anfang der Stunde das Warmwasser der ganzen Stunde bezogen, und zwar mit dem nominellen Durchsatz (im obigen Beispiel werden die 16 Liter mit 360 Liter/h bezogen, es wird also während 2.66 Minuten Warmwasser bezogen.

In der graphischen Analyse (Stufe Designer) wird der Wert im Zoom auf einen Tag oder eine Woche mit 360 l/h angezeigt. Die graphische Analyse zeigt allerdings nur Stundenwerte an. Im Fall des Warmwasserbezuges werden nur die Werte mit Durchsatz > 0
aufgezeichnet und dann über diese Werte gemittelt (ergibt folglich den Wert 360 l/h). In der Jahresübersicht werden die Stundenwerte eines Tages nochmals gemittelt. Hat man während 3 Stunden in der Nacht gar keinen Bezug, so wird 315 l/h angezeigt (360 /24 * 21).

Wie lautet die Definition der solaren Deckungsanteile?

In der Ansicht «Resultate der Variante» sind die verschiedenen Deckungsanteile Sfi (input-orientiert), Sfn (netto) und Sfg (brutto) ersichtlich. Sie beziehen sich auf unterschiedliche Grenzen am System.

Warum ist der Warmwasser-Energiebedarf in den Komponenten-Resultaten nicht konstant?

Im Energiebedarf wird die pro Monat bezogene Energie in kWh aufgelistet. Da nicht alle Monate gleich viele Tage haben, ergeben sich monatliche Schwankungen (z.B. Februar/März = 28/31).

Was tun wenn die Simulationsanalyse bei einem komplexen Schema stehen bleibt?

Die Simulationsanalyse hat vermutlich abgebrochen weil zu wenig Speicher vorhanden war. Sie können die Datei D:\Programme\Polysun\Polysun.vmoptions (im selben Ordner wie das Polysun.exe) mit einem Texteditor öffnen und die erste Zeile ändern auf „-Xmx750m“. Dann das Polysun neu starten. Nun sollte die Simulationsanalyse durchlaufen und Ihnen bei der Fehlersuche helfen.

Fehlermeldungen

Fehler1724/2: the data bank is being used by another process

Wenn diese Fehlermeldung erscheint, hat der Benützer den Daten bei der Installation keinen Schreib-/ Leseberechtigten Pfad zugeteilt.

Lösung:

Wenn er Administrator ist kann er dem Pfad, der nicht Schreib-/ Leseberechtigung hat, diese Rechte zuteilen.

Andere Lösungsvariante ist, dass er in der system.ini Datei (unter C: Program Files (x86), Polysun) den Schreib-, Leseberechtigen Pfad korrekt angibt. Und die falsch platzierten Ordner (Profile, License etc.) an diese Stelle kopiert.

Kein Durchflusserzeuger im Kreislauf XY

  1. Es fehlt ein Durchflusserzeuger in einem Kreislauf.
  2. Es gibt einen Speicher im Template welcher nicht direkt durchflossen wird. ( z.b. Wendel links, Wendel rechts, keine Anschlussstutzen) – Lösung: Zwei Stutzen und eine Pumpe dazwischen schalten und hinter dem Speicher verstecken.