Stündlicher Energiebedarf

Stundenwerte für Heiz- und Kühlsysteme in Polysun

Dieses Modell berechnet den Energiebedarf in Form von Stundenwerten. Es erlaubt genaue Modellierungen des Heiz-/Kühlsystems durch die genaue Berechnung des Energiebedarfs für das Gebäude in Verbindung mit der Zieltemperatur für jede Stunde.

Abbildung: Auswahl des Energiebedarfsmodells in der Polysun-Benutzeroberfläche

Das Bedarfsprofil mit Stundenwerten wird aus dem Profilkatalog „Wärmeleistungsbedarf“ entnommen, welches mit der Energiesenke/-quelle geteilt wird.

Abbildung: Profilkatalog „Wärmeleistungsbedarf“

Je nach Spaltenzahl der hinterlegten Profildatei, wird das Profil unterschiedlich interpretiert:

  • Profil mit 3 Spalten – Zeit, Leistung und variable Zieltemperatur: Die Zieltemperatur wird aus dem Profil entnommen.
  • Profil mit 2 Spalten – Zeit und Leistung: Die konstante Zieltemperatur wird in der Gebäudekomponente konfiguriert.
  • Profil mit 4 Spalten – Zeit, Eintrittstemperatur, Austrittstemperatur und Leistung (Konzipiert für die Energiesenke/-quelle): Nur die Leistung wird verwendet. Ein- und Austrittstemperatur werden vom Gebäudemodell ignoriert. Die konstante Zieltemperatur wird in der Gebäudekomponente konfiguriert.

Die Leistung [W] stellt den Heiz- oder/und Kühlbedarf [W] des Gebäudes dar. Die Zieltemperatur kann im Profil variabel angegeben werden, weil sie von der Jahres- und Tageszeit abhängen kann. Bitte beachten Sie, das die Heizbedarfe als positive Werte (plus) angegeben werden und die Kühlbedarfe als negative Werte.

Das Modell des Energiebedarfs in Stundenwerten kann als Schnittstelle für andere Simulations-Software benutzt werden. Diese Simulationssoftware sollte die Verarbeitung von Gebäude-Energiebedarfsstundenwerten zulassen. In diesen Fällen kann das Gebäude zuerst im Detail mit anderer Gebäudesimulations-Software (wie Energy Plus, IDA ICE usw.) simuliert werden. In einem zweiten Schritt können dann die Energiebedarfs-Dateien in Polysun importiert werden, wo ein Energieversorgungssystem entworfen und dimensioniert werden kann. Diese Schnittstelle lässt sowohl den Import der Daten für das ganze Gebäude als auch den für unterschiedlich temperierte Zonen eines Gebäudes zu.